Gesundheit Wissen

Kurkuma Wirkung

Share on facebook
Facebook
Share on pinterest
Pinterest
Share on telegram
Telegram
Share on whatsapp
WhatsApp
Share on email
Email
Share on print
Print

In Südostasien und vornehmlich in Indien gehört die Kurkuma nicht nur zu den alltäglichen genutzten Gewürzen, sondern wird auch seit Jahrtausenden als Heilpflanze eingesetzt. In Europa gibt es Kurkuma als Gewürz noch nicht so lange. Und auch hier lernt man es so nach und nach nicht nur in der Küche schätzen, sondern interessiert sich auch immer mehr für seine therapeutischen Eigenschaften.

Wie wirkt es?

Wie wirkt Kurkuma?

Der Wunderwurzel aus der Familie der Ingwergewächse wird so manche heilende Eigenschaft nachgesagt. Das wusste man schon seit fast 5000 Jahren in China, wo Kurkuma in der TCM bei Entzündungen und Beschwerden des Magen-Darm-Trakts zum Einsatz kommt. Es werden der Pflanze allerdings noch viele weitere positive Effekte auf den menschlichen Organismus zugeordnet.

Kurkuma enthält neben ätherischen Ölen auch das Polyphenol Curcumin – alles Stoffe, denen eine gesundheitsfördernde und heilende Wirkung zugesprochen wird.

Die entzündungshemmende Wirkung von Kurkuma

Viele entzündliche Prozesse sind der Beginn, die Begleiterscheinung und oftmals auch die Ursache von chronischen Erkrankungen. Kurkuma mit seiner entzündungshemmenden Wirkung, kann hier unterstützend helfen:

  • Kardiovaskuläre Erkrankungen
  • Arteriosklerose
  • metabolisches Syndrom
  • Rheuma
  • chronische Darmentzündungen (Morbus Crohn)
  • Hautentzündungen (Psoriasis)

Vermutlich ist das in Kurkuma enthaltene Curcumin in der Lage, ein ganz bestimmtes Protein zu beeinflussen, welches für die Auslösung entzündlicher Prozesse (als überschüssige Immunantwort) verantwortlich ist und diese somit unterdrückt.

Antioxidative Wirkung von Kurkuma

Neben seiner entzündungshemmenden Wirkung hat Curcumin auch eine starke antioxidative Wirkung. Es ist hinsichtlich seiner chemischen Struktur in der Lage, freie Radikale zu neutralisieren und damit Schäden am Organismus zu verhindern. Daneben fördert Curcumin auch die Aktivität der körpereigenen Antioxidantien und bekämpft somit die freien Radikalen an zweifacher Front.

Kurkuma Wirkung bei Gehirnerkrankungen

Die Nervenzellen unseres Gehirns sind nicht nur in der Lage sich untereinander zu vernetzen, sondern können sich auch in bestimmten Regionen des Gehirns vermehren. Damit eine Vermehrung stattfinden kann, wird der sogenannte Wachstumsfaktor BDNF (Brain-derived Neutrotrophic Factor) benötigt, eine Art im Gehirn aktiven Wachstumshormon. Ein zu geringer Spiegel dieses Hormons wird als Auslöser für Depressionen und Alzheimer vermutet.

Nervenzellen

In Studien wurde festgestellt, dass Curcumin die Konzentration des BDNF anhebt und damit eventuell in der Lage ist, altersbedingte Erscheinungen und Krankheiten des Gehirns zu verzögern oder gar zu verhindern.

Weiterhin wurde nachgewiesen, dass Curcumin die sogenannten Plaques, die sich bei einer Alzheimer Erkrankung im Gehirn bilden, beeinflussen kann und somit als Unterstützung bei der Alzheimer Therapie eingesetzt werden könnte.

Eine Voraussetzung, dass ein Wirkstoff im Gehirn überhaupt aktiv werden kann, ist das Durchdringen der Hirn-Blut-Schranke, wozu Curcumin laut Wissenschaft tatsächlich in der Lage ist. So kann Curcumin mit seinen entzündungshemmenden und antioxidativen Wirkungen auch bei neurodegenerativen Erkrankungen herangezogen werden, die durch oxidativen Stress und entzündlichen Prozessen verursacht werden.

Kurkuma Wirkung bei Herzerkrankungen

Herzerkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Aufgrund ihrer Komplexität und den vielen beeinflussenden Faktoren sind unterschiedliche Ansätze in der medikamentösen Behandlung notwendig. Hier kann Curcumin mit seinen gleichzeitigen entzündungshemmenden, antioxidativen, antithrombotischen, und Herz-Kreislauf stärkenden wirkenden Effekten das Risiko einer Erkrankung mindern.

Herz Modell

Darüber hinaus wirkt Kurkuma stärkend auf das Endothel ein. Das Endothel ist einfach ausgedrückt eine Glasbeschichtung und verantwortlich für den Stoffaustausch zwischen Blut und Gefäßen. Eine Funktionsstörung im Bereich des Endothels kann Blutdruck und Blutgerinnung negativ beeinflussen und wird oft als Hauptursache für Herzerkrankungen vermutet. Curcumin kann dem entgegenwirken.

Kurkuma Wirkung bei Krebserkrankungen

Momentan sind Wissenschaftler aktiv mit der Erforschung von Curcumin bei Krebserkrankungen beschäftigt. In kleineren Studien konnte die Eigenschaft von Curcumin, das Wachstum von Krebszellen zu hemmen, bereits nachgewiesen werden. Auch geht man davon aus, dass Kurkuma eine Bildung von Blutgefäßen in den Krebszellen umgebenden Geweben und eine Metastasierung von Krebszellen eindämmen kann.

Kurkuma Wirkung bei Diabetes

Der Altersdiabetes (Typ 2) ist gekennzeichnet durch eine chronische Entzündung mit negativen Auswirkungen. Hier kommen die entzündungshemmenden Effekte des Curcumin wieder zur Anwendung. So können typische Folgeerkrankungen des Diabetes wie Nieren-, Nerven- und Augenerkrankungen durch eine regelmäßige Anwendung von Kurkuma eventuell verzögert oder gar ganz vermieden werden.

Kurkuma und der Cholesterinspiegel

Curcumin kann dazu betragen, die erhöhten Werte des LDL-Cholesterin (schlechtes Cholesterin) und auch der Triglyceride zu senken, wovon vor allem Patienten mit einem erhöhten Risiko für Herz-Kreislauferkrankungen profitieren.

Kurkuma und der Verdauungstrakt

Auch in Bezug auf Verdauungsprobleme und Erkrankungen des Magens oder Darms, werden dem in Kurkuma enthaltenen Curcumin positive Effekte zugesagt.

So ist Curcumin bei dem Verdacht auf Darmentzündungen angewandt dazu in der Lage, die Aktivierung bestimmter Zellmoleküle zu unterdrücken, welche als verantwortlich für die Entstehung von Entzündungen gesehen werden. Zudem scheint Kurkuma die Darmflora positiv zu beeinflussen und ist somit präventiv eingesetzt ein guter Beitrag für die Darmgesundheit.

Desweiteren fördert Kurkuma die Fettverdauung und regt die Produktion von Magensaft und Gallenflüssigkeit an.

Warum wirkt es?

Warum wirkt Kurkuma überhaupt?

Im sogenannten Gelbwurz stecken eine Menge sekundärer Pflanzenstoffe mit antioxidativer Wirkung, die unsere Zellen vor freien Radikalen und somit Beschädigungen schützen.

Die in  Kurkuma enthaltenen Wirkstoffe haben laut Wissenschaftlern eine ebenso entzündungshemmende Wirkung wie zum Beispiel Ibuprofen oder Hydrocortison, kommen dabei aber ohne klassische Nebenwirkungen aus.

Ingwer

Curcumin hat keine toxischen Wirkungen auf unseren Organismus, wodurch Nebenwirkungen wie bei anderen Medikamenten, wie zum Beispiel eine Verringerung weißer Blutkörperchen oder die Bildung von Geschwüren, verhindert werden.

Mit seinen vielen positiven Effekte trägt es außerdem zu einer Stärkung des Immunsystems bei. Seine antioxidativen, antiviralen, antibakteriellen und entzündungshemmenden Fähigkeiten helfen dabei, vielerlei Infektionen zu bekämpfen.

Studien

Studien zu Wirkung von Kurkuma​

Was man bei den ganzen positiven Eigenschaften von Kurkuma nicht vergessen darf, ist die Tatsache, dass viele angeführte Studien für die unzähligen positiven Wirkungen oft nur im Labor in Reagenzgläsern stattgefunden haben. Daher ist es noch relativ ungewiss, in welchem Ausmaße sich die Reaktionen auch im menschlichen Organismus niederschlagen.

Das größte Problem ist die Bioverfügbarkeit von Kurkuma und der Fakt, dass es nicht wasserlöslich ist. Daher wird es nur in sehr geringen Mengen vom Darm aufgenommen.

Dennoch sind manche der Studien beeindruckend und lassen vermuten, dass man in der Traditionellen chinesischen Medizin und in der ayurvedischen Medizin Kurkuma nicht ohne Grund seit Jahrtausenden erfolgreich anwendet.

Hier ein paar eindrucksvolle Beispiel:

1989 – in einer randomisierten Doppelblindstudie wurden 116 Patienten mit einem Reizdarmsyndrom über 7 Tage mit jeweils 2 Kapseln 4 Mal täglich mit Placebo oder 2000 mg Kurkuma Pulver behandelt. Die einsetzende Verbesserung unter der aktiven Behandlung war laut Aussagen der Forscher statistisch bemerkenswert und klinisch relevant.

2005 – 12 Patienten mit einem Kolonkarzinom wurde präoperativ mit Kurkuma Extrakt über 7 Tage behandelt. Im Blut der Patienten wurden nur Spuren des Wirkstoffs entdeckt, im normalen Darmgewebe sowie im Tumorgewebe konnten der Wirkstoff und seine Abbauprodukte nachgewiesen werden. Die molekularen Veränderungen im Gewebe wiesen auf eine antikanzerogene (gegen Krebs wirksam) Wirkung des Kurkuma Wirkstoffes hin.

Viele experimentelle Untersuchungen und Tests, die außerhalb eines lebenden Organismus durchgeführt wurden (in vitro) lassen verschiedene Effekte von Curcumin erkennen:

  • Stimulierung des Gallenfluss (Modell der isolierten perfundierten Rattenleber)
  • krebshemmende Wirkung
  • antientzündliche Wirkung (Hemmung der Cyclooxygenase, Lipoxygenase und proinflammatorischer Zytokine)
  • knorpelprotektive Wirkung (Hemmung der Elastase, Hyaluronidase, Kollagenase, Knorpel destruierender Zytokine)
  • antioxidative Wirkung (verschiedene Modelle)
  • gerinnungshemmende Wirkung ( (multiple partielle Hemmung der Thrombozytenaggregation)
  • antiproliferative Wirkung (verschiedene Modelle)
  • angiogene Wirkung (gegen die Gefäßbildung gerichtet, dadurch krebshemmend)
  • leberzellschützende Effekte gegen Giftstoffe (Tacrin, Paracetamol)
  • antimikrobielle Wirkung
  • antidepressive Wirkung (Neurotransmitter Interaktion, MAO-Hemmung)

Curcumins krebshemmende Wirkung wurde unter anderem am Beispiel von Prostatakrebs untersucht. Dabei unterdrückte Curcumin in vitro die Vermehrung der Krebszellen und die Bildung pro entzündlicher Botenstoffe. Außerdem löste es Mechanismen aus, die zum Tod der Krebszellen führten.

Bei einer weiteren Untersuchung zu Darmkrebs beeinflusste Curcumin viele Zellsignale wie zum Beispiel entzündliche Biomarker, Wachstumsfaktoren und aktivierte außerdem Tumor hemmende Gene.

In Tierversuchen zur Alzheimer Erkrankung verbesserte Curcumin die krankhaften Veränderungen im Gehirn und die kognitiven Defizite. Der eigentliche Wirkungsmechanismus ist dabei noch immer unklar.

Bei Ratten konnte durch den Wirkstoff die Stressreaktion deutlich gesenkt werden. Nach einer experimentellen Hirnschädigung wurde eine neuroprotektive Wirkung von Curcumin dokumentiert. Der neurologische Status nach 14 Tagen nach der Hirnverletzung war im Vergleich zur Kontrolle signifikant verbessert.

Ingwer

Fazit

Unser Fazit zu der Wirkung von Kurkuma

Auch wenn es noch reichlich in Bezug zu Kurkuma und seinen wirkungsvollen Pflanzenstoffen zu erforschen gibt und längst noch nicht alle Wirkungsmechanismen der Pflanze verstanden wurden, ist es unbestreitbar, dass Kurkuma einen großen Nutzen für unseren Organismus darstellt und in der täglichen Ernährung eingebunden für mehr Gesundheit und Wohlbefinden sorgen kann.

Fazit

Unsere Produkt-Empfehlung für Ingwer
Vitalute Ingwer Shot Produktbild
Über den Autor Willi Jäger
Willi Jäger
Willi Jäger

Chefredakteur

Mein Name ist Willi und ich liebe es, mich mit gesunder Ernährung auseinanderzusetzen. MeineEltern haben ein kleines Bio-Geschäft eröffnet. Ich half da sehr oft mit und konnte mir zusätzlich zu meinen diversen Kursen zu Ernährung viel Wissen aneignen. Meine Leidenschaft liegt aber im Schreiben.2015habe ich michals Autor selbstständig gemacht. Nun teileich als Chefredakteur mein Wissen auf Gesundheit Wissen.com.